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Donnerstag, 10. Juli 2014

Kostenloser Sightseeingbus in Tirol

Die schönsten Sehenswürdigkeiten der Silberregion entdecken
In diesen Sommer bringt der historische Sehenswürdigkeiten-Bus bereits im dritten Jahr Besucher zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Silberregion Karwendel. Der Bus fährt ab sofort bis 14. September zwischen Jenbach und Schwaz.

Diesen Sommer NEU: Haltestelle Zillertalbahn
Ab sofort ist auch das Zillertal mit dem Sightseeing-Transfer getaktet. Dank der neuen Haltestelle bei der Zillertalbahn haben Gäste eine direkte Anbindung ins Zillertal und zum Sightseeing Bus! „So können Fahrgäste des Sightseers mit dem historischen Dampfzug ins Zillertal nach Mayrhofen fahren“, freut sich Zillertalbahndirektor Ing. Wolfgang Holub. Aber auch für alle Gäste im Zillertal wird die umweltfreundliche Anreise mit den Nahverkehrszügen aus dem Tal zu den Sehenswürdigkeiten möglich. Sie können in Jenbach umsteigen und der Freizeitspaß beginnt beim Einstieg in den historischen Bus, der zu den Sehenswürdigkeiten fährt.

Routenverlauf Sightseeing-Bus
Der Bus startet bei der Achenseebahn in Jenbach. Von dort fährt er weiter zur Zillertalbahn. Hier hat man eine direkte Anbindung mit dem Dampfzug ins Zillertal. Weiter geht es zum Jenbacher Museum und weiter zum Schloss Tratzberg. Von hier aus fährt der Bus weiter nach Stans. Der Bus hält beim Schwimmbad. Die Gäste können von Stans durch die Wolfsklamm zum St. Georgenberg wandern. Von Stans fährt der Bus weiter Richtung Vomp. Beim Kreisverkehr in Fiecht macht der Bus Halt. Von hier aus kann man zu Fuß zur Firma Geiger spazieren. Hier lernen Sie die Herstellung von Geiger NaturWalk kennen. Auch zum Stift Fiecht und zur Lamsenjochhütte (Gehzeit zur Lamsenjochhütte beträgt ca. 4,5 Stunden) kann man von der Haltestelle aus laufen. Weiter geht es nach Schwaz. Der Bus hält direkt bei den Stadtgalerien. Eine Shoppingtour in der Stadtgalerie oder eine Entdeckungsreise durch die Altstadt sind von dieser Haltestelle aus möglich. Heuer wird hier erstmals jeden Donnerstag um 13.30 Uhr ein geführter Stadtrundgang incl. Besuch des historischen Weinkellers und des Dachstuhls der Stadtpfarrkirche angeboten. Der Bus fährt danach nun weiter zum Gasthof Goldenen Löwen, hier kann man sich im Gastgarten verwöhnen lassen. Weiter geht es zum Museum der Völker, das einzige Völkerkundemuseum Westösterreichs. Die nächste Haltestelle ist beim Silberbergwerk, hier erlebt man eine spannende Zeitreise ins Mittelalter. Auch das Planetarium kann man hier besuchen. Von hier fährt der Bus wieder zurück nach Jenbach zur Achenseebahn.

Gastronomie auf der Sightseeingroute
Erstmalig konnten sich auch Gastronomiebetriebe mit einem attraktiven Angebot den Busgästen präsentieren. Der Gasthof Marschall bietet gemütliche Tiroler Stuben und einen gemütlichen Gastgarten. Der Gasthof Einhorn Schaller und das Ristirante-Pizzeria-Bar da Marco bieten in Schwaz Einkehrmöglichkeiten im Herzen der Altstadt. Mit einer eigenen Haltestelle zwischen Altstadt und Silberbergwerk ist der Gasthof Goldener Löwe angebunden.

Zusammenarbeit mit den umliegenden Tourismusverbänden
Dank der Kooperation mit den umliegenden Tourismusverbänden ist das Angebot auch für die Gäste der Nachbarregionen kostenlos nutzbar: Gegen Vorlage der Gästekarte Achenseecard, Alpachtalcard und Zillertal Activcard ist die Busfahrt im Sightseer kostenlos.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Mithilfe beim Familienurlaub in den Bergen

In der Alpenschule das Landleben kennenlernen, nachhaltigen Urlaub auf Umweltbaustellen und bei Bergwaldprojekten verbringen oder einmal Bergbauer sein: in Tirol verbringen Kinder und Jugendliche mehr als nur einen Urlaub - sie lernen fürs Leben.
„Wir wollen unseren jungen Besuchern das Leben am alpinen Bauernhof erklären“, schildert Birgit Kluibenschädl von der Alpenschule in Westendorf. „Aber nicht mit trockenem Unterricht, sondern durch ein buntes Programm, das den ländlichen Raum mit all seinen Facetten erlebbar macht.“
In den Vormittagswerkstätten dreht sich dabei alles um die Bereiche „Essen“, „Pflanzen“, „Tiere“ und „Leben“. Die Teilnehmer – das Programm richtet sich an Schulklassen zwischen acht und zwölf Jahren – besichtigen einen der Partnerhöfe der Alpenschule, erhalten Einblick in die Aufgaben und Abläufe und können an der einen oder anderen Stelle auch mithelfen. Wie aus Milch Käse entsteht, wird anschaulich erklärt, die tierischen Bewohner von Tirols Berghöfen werden vorgestellt. Ein Ausflug beschäftigt sich mit der Vielfalt der Wiesenblumen und -kräuter, ein anderer entführt in die Welt der Steine und Mineralien.
„Besonders Kinder aus den Ballungsräumen haben wenig Vorstellung vom Landleben. In der Alpenschule, mitten in den Kitzbüheler Alpen, können sie sehen, fühlen, schmecken, erleben. Sie können mit ihren Sinnen lernen, mit ihren Händen, sind aktiv eingebunden ins Geschehen.“
Eine neue Freundschaft entsteht – zur Natur, zum bäuerlichen Leben, zu den Kreisläufen des Alltags in Tirols Bergen. Eine Verbindung mit nachhaltigem Wert.

Aktivprogramm der anderen Art
Ob man es noch Urlaub nennen mag oder doch lieber einen Aktivaufenthalt, ist Geschmackssache. Die Teilnehmer der Umweltbaustellen und Bergwaldprojekte des Alpenvereins wissen jedenfalls, was sie tun: Sie investieren ihre freie Zeit, weil sie es etwas Sinnvolles vollbringen wollen. Tage mit Mehrwert, Tage mit nachhaltigem Effekt, an die man später mit Befriedigung und auch mit Stolz zurückdenkt.
Die Umweltbaustellen laden junge Leute zwischen 16 und 30 Jahren ein, sich in der Erhaltung bzw. Erneuerung besonderer Plätze im Alpenraum zu engagieren. Zum Beispiel auf der Baumgartalm im Tiroler Lechtal. Hier versperrt ein Grauerlenwald den Hochlandrindern den Zugang zu einer besonders schmackhaften Weidefläche. Gemeinsam im Team und mit fachmenschlicher Unterstützung wird ein neuer Weg freigeschnitten bzw. der anfallende Strauchabfall abtransportiert. Am freien Tag unternimmt man zudem einen Ausflug in der Region – im Fall der Baumgartalm ist das ein Besuch im Bergheumuseum, Kaiserschmarrn inklusive.
Bis auf die Anreise sind die Alpenvereinsprojekte für die fleißigen ehrenamtlichen Helfer kostenlos, zudem ist man unfall- und haftpflichtversichert.

Diese Bedingungen gelten auch für die Bergwaldprojekte. Hier kümmern sich Freiwillige ab 18 Jahren um die Vitalität der wichtigen Schutzbaumgruppen, um die Qualität der Almböden und die Behebung von wetterbedingten Schäden. So ist geplant, in den Lärchenwald bei Spiss im Tiroler Oberland neue Lärchen und Zirben „unterzusetzen“ und auf der Farnkaseralm in der Wildschönau wird die Almweide gemeinsam mit den Bauern von ungenießbaren Kräutern und Sträuchern gereinigt. Untergebracht ist man hier in einer einfachen Almhütte auf 1.530 Metern Höhe, für die Verpflegung sorgen die bäuerlichen Nachbarn.
Die Umweltbaustellen und Bergwaldprojekte – das ist kein passiver Urlaub, sondern ein aktiver Einsatz für die alpine Kulturlandschaft. Gerade das Richtige für Idealisten auf der Suche nach nachhaltiger Wirkung ihres Tuns.

Bergbauer für kurze Zeit
Für mindestens zwei Wochen wird man beim Projekt „Freiwillig am Bauernhof“ Teil des Lebens der Tiroler Bergbauern. Hier lernt man Landwirtschaft in ihrer ursprünglichsten Form kennen, ist direkt eingebunden in die Abläufe am Hof. Gerade in den Arbeitsspitzen im Sommer ist man dort froh um ein zusätzliches Paar geschickter Hände. Mitgeholfen wird, wo aktuell Bedarf ist, auf dem Feld, im Garten, bei der Stallarbeit oder im Haushalt. Bei der Vermittlung zwischen Freiwilligem und Einsatzort wird dabei versucht, auf die individuellen Neigungen Rücksicht zu nehmen.
Die Bergbauernfamilien freuen sich über tatkräftige Unterstützer. Diese erhalten im Gegenzug – neben Unterkunft und Verpflegung – einen Einblick in diesen elementaren Teil Tirols. Und haben bei der Heimreise schöne Erinnerungen mit im Gepäck und zudem zu Recht das Gefühl, einen sinnvollen Beitrag geleistet zu haben – im Leben der Gastgeber wie im eigenen.

Freitag, 18. November 2011

Winterurlaub Tirol in der Silberregion Karwendel ist vielseitig

Jeden Tag ein unerwartetes Geschenk
Die Vielfalt ist ihr höchstes Gut! Die Silberregion Karwendel ist mehr als nur eine Ferienregion im Herzen Tirols: ursprünglich, traditionsbewusst, friedlich und idyllisch zugleich, aber ebenso inspirierend, vielseitig und bunt. Zwischen atemberaubender Natur und traditionsreicher Kultur kommt ein Kleinod zum Vorschein, das Familien und Individualurlauber gleichermaßen begeistert. Jeden Tag ein anderes Wintererlebenis, es muss nicht nur Skifahren sein: Rodeln, Skitourengehen, Schneeschuhwandern, Winterwandern, Glühwein auf einem der Weihnachtsmärkte, mit dem Grubenhunt ins Silberbergwerk? Da bleibt nicht mehr viel Zeit zum Skifahren. Erleben Sie Winterurlaub einmal anders - eben vielseitig.

Urlaub im Familienparadies
Die Silberregion Karwendel empfiehlt sich als erste Ferienadresse für Familien mit Kindern; nicht zuletzt wegen des sensationellen Gratis-Skikurs-Angebots, das die Urlaubskasse der Eltern mit 199 Euro aufbessert, pro Kind wohlgemerkt! - die Kosten von 199 Euro für den Kinderskikurs bezahlt der Tourismusverband! Www.gratisskikurs.com Maskottchen Karwendolin ist ständig bemüht, auf seine familienfreundliche Heimat aufmerksam zu machen und neue Freunde zu gewinnen, am liebsten in den beiden Kinderbetreuungseinrichtungen der Wintersportorte Weer und Stans. Dort tanzen die Pistenflöhe tagsüber unter der Leitung von qualifizierten Kinderbetreuern und Skilehrern, manchmal sogar fernab der Pisten beim Basteln, Theaterspielen oder bei einem exklusiven Rendezvous mit Karwendolin, während die Eltern beruhigt ins Tal schwingen können in einem der gemütlichen Familienskireviere der Silberregion Karwendel: Kellerjoch, Stans, Weerberg, Kolsassberg. Selbst Mädchen und Burschen finden dort sofort ihre „eigene Spur“: So kommen die breiten Abfahrten und die schneesicheren Lifte nicht nur vorsichtigen Wintersportlern entgegen, die nach einer Pause wieder mit dem Skisport beginnen wollen, sondern auch Snowboard-Anfängern. Wer gleich einen Snowboardkurs bucht, kommt noch schneller in Fahrt, zumal jeder Schüler individuell mit seinem Snowboard-Lehrer üben kann; zudem sind die Kurse deutlich billiger als anderswo! Geschickte Boarder und coole Kids freuen sich hingegen über die Snowparks in Weerberg und in Stans, der erst im vergangenen Winter eröffnet worden ist. Dort fordern die kniffligen Hindernisse und die feine „Kickerline“ selbst die erfahrenen Freestyler.

Natur trifft auf Kultur
Eng mit dem Bergbau verknüpft ist die facettenreiche Kulturgeschichte der Tourismusregion um die Tiroler Bezirkshauptstadt Schwaz. Am Ende des 15. Jahrhunderts arbeiteten bereits mehr als 11.000 Knappen im Schwazer Silberbergwerk, das in seiner Hochblüte 85 Prozent des weltweit geschürften Silbers zutage förderte. Der Abbau von Kupfer und Silber verhalf der Region zu beträchtlichem Reichtum und Ansehen. Schwaz stieg in dieser Zeit zu einer der größten Städte des Kaiserreichs auf. Und der Wohlstand der Stadt hinterließ auch deutliche Spuren: Zahlreiche Kunstschätze, mächtige Burgen und Schlösser und die historische Altstadt sind heute stille Zeugen dieser kulturellen Hochblüte im Mittelalter. So lohnt eine kulturelle Entdeckungsreise auch im Winter, etwa zur Benediktinerabtei Fiecht bei Vomp, die als Zentrum der Krippenkunst Weltruf genießt oder auf den Georgenberg bei Stans, wo die älteste Wallfahrtskirche Tirols im Karwendel thront. Heute ist Schwaz das betriebsame Zentrum der Silberregion Karwendel. In den zwölf Orten um die Bezirkshauptstadt (Buch, Gallzein, Hinterriss/Eng, Jenbach, Kolsass, Kolsassberg, Pill, Stans, Terfens, Vomp, Weer, Weerberg) herrscht hingegen noch so etwas wie Ursprünglichkeit; stets bewacht von den sanften Bergen der Tuxer Alpen und vom mächtigen Kalkstock des Karwendelgebirges mit mehr als 120 Zweitausendern. Das Karwendel ist eine der faszinierendsten Gebirgslandschaften der Ostalpen und macht die Tourismusregion zu einer gelungenen Symbiose aus unvergleichlichem Naturraum und traditionsreicher Kulturgeschichte. Wie das Motto der Region bereits andeutet: Silberregion Karwendel – Natur trifft Kultur!

Die stillste Zeit des Jahres
Das gilt noch für die gesamte Region. Weitab von Kitsch und Kommerz können Gäste besinnliche Stunden erleben; in der stillsten Zeit des Jahres, wenn in der ganzen Silberregion kleine Adventmärkte, festliche Dorfkonzerte und traditionelle Adventsingen auf das Weihnachtsfest einstimmen; so etwa am traditionellen Weerberger Adventmarkt, wo man auch die große Krippenausstellung bewundern kann. Am Christkindlmarkt in Jenbach etwa steht die größte lebende Krippe Tirols, während am Schwazer Pfundplatz majestätische Tannen thronen, die in ihrem festlichen Schmuck die schönste Zeit des Jahres einläuten. Hier riecht es auch überall nach orientalischen Gewürzen, frischgebackenen Weihnachtsspezialitäten und regionstypischen Leckereien: wie nach dem Zelten, einem kalorienreichen Früchtebrot, das Tiroler Bauern bereits vor Hunderten von Jahren gebacken haben, um den Winter zu überstehen.

Alles auf eine Karte – Gästekarte mit verlockenden Gratisangeboten
Mit der „SILBERcard“ setzen Gäste der Silberregion Karwendel sprichwörtlich alles auf eine Karte. Diese kostenlose Bonuskarte öffnet in der Region quasi Tür und Tor. Jeder Gast bekommt sie bereits ab der ersten Nächtigung gratis vom Vermieter und kann am abwechslungsreichen Programm teilnehmen:

SILBERcard-GratisPROGRAMM (Details auf www.silberregion-karwendel.com)
Montag:
10.00–20.00 Uhr: Skimuseum Grafenast (Hochpillberg). 14.00 Uhr: Nordic Walking für Einsteiger (Stans).
DIENSTAG:
10.30 Uhr: Rodelspaß (Weerberg). 16.00–24.00 Uhr: Kegelabend im Hotel Weererwirt. 20.00 Uhr: Laternenwanderung (Stans).
MITTWOCH:
10.00 Uhr: Schneeschuhwanderung in Stans (Alternative: Winterwanderung nach St. Georgenberg). 20.00–22.00 Uhr: Rodeln bei Fackelschein (Hochpillberg).
DONNERSTAG:
10.00 Uhr: Schneeschuhwanderung für Anfänger (Hochpillberg). 20.30 Uhr: Rodelrennen (Stans).
FREITAG:
10.00 Uhr: anspruchsvolle Schneeschuhwanderung (Hochpillberg). 14.00–17.00 Uhr, 19.00–21.00 Uhr: Eislaufen (Jenbach). 20.30 Uhr: Laternenwanderung (Weerberg)

Alle Wege führen in die Silberregion
Urlauber, die aus Deutschland, den Niederlanden oder Belgien mit dem Auto kommen, fahren am besten über die Autobahn München-Kufstein und die Inntalautobahn A12 bis zu den Autobahnausfahrten Jenbach, Schwaz und Vomp. Wer aus Frankreich oder der Schweiz mit dem Auto anreist, fährt über den Arlberg kommend Richtung Innsbruck und nimmt die A12-Ausfahrten Vomp, Schwaz oder Jenbach. Von hier aus erreicht man auch schnell die Zillertaler Skigebiet Ski Kaltenbach, Skigebiet Hochfügen oder das Skigebiet Zillertal Arena. Aus Ostösterreich empfiehlt sich die Anreise über Salzburg Richtung Innsbruck-Kufstein. Als nächstgelegene Flughäfen sind Innsbruck, München oder Salzburg anzuraten. Wer mit der Bahn anreisen will, wählt idealerweise die Zielbahnhöfe Jenbach oder Schwaz, die von allen relevanten Schnellzügen angefahren werden.

Weitere Informationen:
Tourismusverband Silberregion Karwendel
Münchnerstraße 11, 6130 Schwaz
Tel.: +43 5242 63240
Fax.: +43 5242 65630

Donnerstag, 29. September 2011

Baumplanzen am Ahornboden in Tirol

Karwendelmarschsieger Thomas Bosnjak pflanzte eigenen Ahornbaum im Alpenpark Karwendel
„Aktiver Naturschutz“ ist beim Karwendelmarsch auf dem Wanderweg Tirol längst keine einfache Botschaft mehr. Die Organisatoren, Olympiaregion Seefeld und Achensee Tourismus, setzen mit gezielten Aktionen selbst Maßnahmen, um die Natur, ihre Schönheit und ihre wichtige Funktion zu erhalten. Thomas Bosnjak, Karwendellaufsieger 2011, pflanzte daher erst kürzlich seinen eigenen Baum am Ahornboden im Alpenpark Karwendel.
Ahornbäume haben im Alpenpark Karwendel eine besondere Bedeutung. Der Naturpark ist schließlich die Heimat des berühmten Naturdenkmals „Großer“ und „Kleiner“ Ahornboden. Die dort gewachsenen Ahornbäume sind teilweise mehr als 600 Jahre alt. Mit dem Prinzip der Wahrung dieses Naturdenkmals werden nach Absterben der alten sorgfältig neue Bäume gepflanzt, um diese einzigartige Landschaft zu erhalten. Thomas Bosnjak, der am 27. August 2011 die 52 km lange Strecke durch das Karwendelgebirge in einer Zeit von 4 Stunden 23 Minuten absolvierte und damit als Erster durch das Ziel in Pertisau lief, hat sich nun persönlich am Artenhilfsprogramm „Bergahorn“ beteiligt.
Sein eigener Ahornbaum steht nun direkt am Großen Ahornboden. Die Grube, in dem der Baum nun gedeiht, musste der Karwendelmarschsieger selbst ausheben. In Anwesenheit von Hermann Sonntag (GF Alpenpark Karwendel) und Andreas Strudl (ÖBF) wurden rund um den neuen Baum auch kleine Grauerlen eingepflanzt, die wichtig für das Mikroklima des Ahornbaumes sind. „Mein Start beim Karwendelmarsch 2012 ist bereits fixiert und vielleicht werde ich einen kleinen Umweg zu meinem Ahornbaum in Kauf nehmen, um zu sehen, wie gut er gewachsen ist“, freut sich Thomas Bosnjak.
„Uns liegt viel an der engen Kooperation mit dem Alpenpark Karwendel und den Organisatoren des Karwendelmarschs. Diese Veranstaltung schafft durch gezielte Maßnahmen und Aktionen ein neues Naturbewusstsein, das wir gerne unterstützen“, so Andreas Strudl von den Österreichischen Bundesforsten, die den Baum zu Verfügung stellten. „Der Karwendelmarsch hat sich in den letzten drei Jahren zu einer wichtigen und effektiven Plattform für unsere Arbeit im Alpenpark Karwendel entwickelt. Darum unterstützen wir derartige Aktivitäten mit großem Engagement, “ stimmt auch Hermann Sonntag, GF Alpenpark Karwendel, überein.
Im Anschluss an die Pflanzaktion im Großen Ahornboden nahm Thomas Bosnjak bei strahlendem Sonnenschein im Laufschritt die Originalstrecke des Karwendelmarschs, die er genau ein Monat zuvor bereits gelaufen war, über die Binsalm und den Gramaisattel im Karwendel zurück nach Pertisau am Achensee in Angriff. So schön kann Urlaub sein.